Tagebuch 3: Männer-WG ab 1. September 2011


1. September 2011

Herzlich Willkommen in unserem neuen Tagebuch!

Unsere Männer-WG besteht nun seit genau einem Jahr. Viel konnte ich über die Kobolde im Tagebuch berichten. So viel, dass das Programm schon manchmal „speichertechnisch“ aufzumucken begann. Somit beschloss ich, für das 2. Jahr unserer Männer-WG ein neues Tagebuch anzufangen.

Ich freue mich schon darauf, wieder neue Erlebnisse mit unseren chin. Baumstreifenhörnchen niederschreiben zu dürfen.

3. September 2011

Es ist so weit, der Herbst hat begonnen. Die Nächte wurden kühler und die Jungs haben sofort begonnen Nüsse zu verstecken.

Auch meine Eltern befällt bereits der Sammeltrieb – sie machen Ausflüge und bringen den Burschen Sonnenblumen, Eicheln, Bockerln und sogar Bucheckern sowie frische Weidenäste mit. Doch das Beste, sie brachten schon kübelweise frische Haselnüsse! Vielen, vielen Dank!

Zeitgleich zum Beginn des Sammeltriebes konnte ich beobachten, dass die „Männlichkeit“ der Jungs schön langsam kleiner wird. Es wird auch nicht mehr gezwitschert. Wenn mich nicht alles täuscht, sind die abendlichen Rangordnungsrituale auch zurückgegangen.

6. September 2011 - unser Unfallhörnchen

Als ich am Nachmittag mit meinem Kaffee vor der Voliere saß, musste ich leider eine nicht so schön Beobachtung machen. Ein Bursche wollte aus dem Häuschen heraus und wurde von einem Kumpel, der zu langsam war, daran gehindert. So wurde recht unsanft aufs Hinterteil bzw. Hinterbein hingeschnappt

(sah so aus). Das erste Hörnchen quiekte so furchtbar und saß dann so komisch da, dass ich gleich um die Transportbox lief. Mein Mann beobachtete während dessen, dass das Hörnchen langesam, aber sicher zum Boden kletterte. Dort fand ich es auch. Gott sei Dank ließen sich die 3 Kumpels schnell mit Mehlwürmern ablenken, so dass ich in die Voliere konnte.

Das Hörnchen, ich glaube es ist Punch, lag „wie gelähmt“ im Streu und ließ sich ganz einfach mit einem Tuch, das ich über ihn legte, aufheben und in die Transportbox legen. Er wehrte sich fast nicht, sondern versuchte sich im Tuch zu verstecken. Im Haus konnte ich ihn dann beobachten. Er lag ganz still und komisch auf die Seite gekippt und reagierte gar nicht. Als hätte er kein Gleichgewicht.

Also wurde der Krankenkäfig hergerichtet und dann fuhren wir zur Tierärztin. Ich hatte so weiche Knie. Der kleine Bursche bewegte sich überhaupt nicht, zeitweise dachte ich, dass er schon gar nicht mehr atmet. Es schien mir endlos bis wir bei der Tierärztin die Transportbox öffnen konnten. Er lebte noch, Gott sei Dank.

«»