Ernährung


unserer chin. Baumstreifenhörnchen (Tamiops Swinhoei)

Als ich begonnen habe, mich über Baumstreifenhörnchen zu erkundigen, fiel mir eines besonders auf: „neigen zur Fettleibigkeit“ – beinahe in jeder Homepage war diese Aussage zu finden.  Also habe ich mich gefragt, wie das denn sein kann, bei einem Tier, das sich doch so viel bewegt. Und wirklich, unsere Tiere sind absolut nicht fett.

Mein Bestreben den Tieren eine so natürliche Lebensweise zu bieten (daher Außenvoliere), wie es eben in Gefangenschaft geht, spiegelt sich in der Ernährung wieder. Ich beobachte die Natur, was gibt es denn derzeit, was würden sie in der Freiheit finden um zu überleben? Wenn etwas aus der Natur entnommen wird, bitte nicht in der Nähe von befahrenen Straßen sammeln.

Max & Moritz

 Ich möchte gleich einmal klarstellen, dass eine Schüssel mit Grundfutter (Körnerfutter) immer zur Verfügung steht, jedoch gar nicht so oft nachgefüllt werden muss, da der Speiseplan anscheinend recht abwechslungsreich und genügend sein dürfte.      
                                                                      

Im Frühling suchen sie sich noch ihre letzten versteckten Bestände. Daher Achtung beim großen Frühjahrsputz, nicht alle vergrabenen Nüsse entsorgen, sofern sie nicht zu feucht geworden und eventuell angeschimmelt sind. Die Hörnchen müssen sich da schon richtig anstrengen, um Nüsse zu finden (dient auch wieder der Beschäftigung und um das natürliche Verhalten beizubehalten). Doch was fänden sie jetzt in der Natur?

TarzanZweige mit nahrhaften Knospen, Äste die im Saft stehen und deren Rinde wirklich schmackhaft sein dürfte. Die Obstbaumblüten werden liebend gerne gekostet und der Blütenstaub geschleckt, die jungen Blättchen abge-knabbert. Ich möchte noch hinweisen, dass wir nur Kernobstäste anbieten. (Steinobst enthält auch in den Ästen, je nach Art, mehr oder weniger Blausäure – nachgefragt bei Univ. Prof. Dr. Wolfgang Holzner an der Universität für Bodenkultur Wien, welcher so nett war nachzuforschen und den Inhalt von toxischen Stoffen zu bestätigen). Ebenso erhalten unsere Baumstreifenhörnchen frische Weidenäste und ganzjährig Birkenästchen. Auch Gänseblümchen, Löwenzahnblüten und die echten Veilchen werden zerzupft und geknabbert. Wir haben ein Beet in der Voliere, wo sie einige dieser Pflanzen durchaus selbst ernten können. Immer wieder kann ich sie auch beobachten, dass sie sich Wurzeln oder z.B. Ameisen aus der Erde holen und fressen. Raupen dürfen sich auch nicht in die Voliere verirren. Und so ist aus einem pummeligen Winterhörnchen ein schlankes, voller Energie geladenes Baumstreifenhörnchen geworden.

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